
Distraktionsosteogenese
Synonyma der Distraktionsosteogenese sind: Osteodistraktion / Kallusdistraktion.
Das Verfahren basiert auf der Ausnutzung der körpereigenen Regeneration, wie
sie bei der Wundheilung von Knochenbrüchen stattfindet.
Die Distraktion wird angewandt , um die vertikale Dimension ( Knochenhöhe ) vorzubereiten und die Vorraussetzungen für eine Implantation zu schaffen. Es ist ein zweizeitiges Verfahren, bei dem die Implantation erst einige Wochen nach
der Stabilisierung des Knochenaufbaus vorgenommen werden kann.
Der Eingriff benötigt nur ein Operationsfeld, da das Transportsegment aus dem ortsständigen Knochen stammt.
Die Distraktion hat eine hohe Erfolgsquote, weil keine nennenswerte Resorption das Ergebnis mindert.
Der Eingriff
Der Distraktor wird fest mit dem ortsständigen Knochen verbunden, bevor das Transportsegment ausgelöst und an dem beweglichen Teil der Apperatur fixiert wird.
Es hat eine einwöchige Latenzphase zu vergehen, in der sich ein "Kallus" ( binde- gewebsähnliche Struktur ) in dem Knochenspalt ausbildet.
In den folgenden Tagen der graduellen Distraktion wird der Kallus in dem Spalt, um einen Millimeter pro Tag, gedehnt, bis die gewünschte Strecke von ca. 10 - 15 mm erreicht ist.
In der anschließenden Konsolidierungsphase bleibt die Apperatur zur Schienung, inaktiv für vier Wochen, am Ort. In dieser Zeit differenziert sich der Kallus zu festem Knochengewebe.
Die Insertion der Implantate kann drei Monate nach der Distraktion erfolgen.
