Die Parodontaltherapie

erfolgt unter Lokalanästhesie.  In erster Linie ist es die  Beseitigung  aller harten     ( Konkremente ) und  weichen  Auflagerungen ( Biofilm ) von  der  Zahnwurzel- oberfläche.

Antibiotika in der Parodontaltherapie 

In bestimmten Einzelfällen die an dem  Entzündungsgrad,  der  Destruktion des  Zahnhalteapperates,  einer  gewissen  Therapieresistenz,  einer  systemischen Grunderkrankung,  erkannt  werden,  sind  molekularbiologische Testverfahren
angeraten.

Es lässt sich der Genotyp ( die genetische Prädisposition ) bestimmen und  auf die  
11 ( oder  5 ) wichtigsten parodontopathogenen  Markerkeime  untersuchen, die im
" Biofilm "  ihren  idealen  Lebensraum  vorfinden  oder  sich  im  umgebenden Weichgewebe  verschanzt haben. 
Verschiedene Leitkeime werden bei schweren parodontalen Erkrankungen in hohen Konzentrationen nachgewiesen. Die Krankheit erfolgreich zu bekämpfen heißt diese Krankheitserreger zu eliminieren.  

In dem Fall ist die Parodontaltherapie gezielt, mit einer  Antibiose,  zu begleiten.

Für besonders aggressive und weit fortgeschrittene parodontale Erkrankungen ist zusätzlich die Behandlung nach dem Konzept der  F M D  ( Full Mouth Disinfection, nach Prof. Quirynen ) angeraten.

Die geschlossene Therapie

ist  eine  gründliche,  mechanische  Reinigung  der  Wurzeloberfläche  und  der Zahnfleischtasche ( geschlossene Kürettage ).  Dadurch wird für die parodontal- pathogenen Keime der  "Lebensraum Biofilm"  zerstört und den Antibiotika erst der Zutritt, zur Bekämpfung der Bakterien, ermöglicht.

In der Instrumentierung der Zahnfleischtasche haben sehr schlanke,  hochfrequent schwingende  und  das  Zahnfleisch  schonende, Instrumente  in  weiten  Teilen die geschliffenen Handinstrumente ( Scaler und Küretten ) verdrängt.

Versuche  mit  Laser-Instrumenten  fehlt  bis  heute  der  wirkliche  klinische  Durchbruch. Deren Anwendung sollte weiter kritisch betrachtet werden.

Nach  6 Wochen  der Abheilung wird das  Therapieergebnis  beurteilt.  Zu diesem Zeitpunkt ist abzuwägen inwieweit weitere Therapie hilfreich sein kann.

Die regenerative Therapie

schließt sich,  im Bedarfsfall,  der geschossenen Therapie an.  Sie hat den Aufbau von  Hart- (Knochen)  und / oder  Weichgewebe ( Zahnfleisch )  zum  Ziel.

Knochenaufbauende Therapie findet unter offener Behandlung statt.  Sie kann sein in Verbindung mit " Schmelz-Matrix-Proteinen ",  die augmentative Behandlung mit
Eigenknochen  oder  Aufbau-/ Ersatzmaterialien  ( siehe auch Knochenaufbauten ) und die Verarbeitung von Membranen.

Die mukogingivale Therapie

hat  die  Weichgewebsvermehrung  bei  Zahnfleischrückgang  und  freiliegender Wurzeloberfläche ( Rezession ) zum Ziel. 
Die Rezession wird mikrochirurgisch mit einem Bindegewebstransplantat versorgt das, gedeckt unter einem Verschiebelappen, auf der Wurzeloberfläche einheilt.
Das Weichgewebe auffütternde Bindegewebstransplantat kann teilweise Ã¼ber eine Tunnelierung, unterhalb des Zahnfleisches, eingezogen werden.

Die Versorgung von Schaltlücken läßt sich,  durch  operatives  Einlassen  von Brückengliedauflagen in das Zahnfleisch, ästhetisch und parodontalhygienisch verbessern. 
                                                                                Bilddokumentation 8

Durch eine spezielle  Papillenaufstelltechnik  gelingt es den Interdentalraum von Brückengliedern vollständig mit Zahnfleisch zu schließen.